EnviroTrust im INNOspace-Netzwerk Space2Health: Raumfahrtdaten für Standortentscheidungen
Back to blog
Unternehmen

EnviroTrust im INNOspace-Netzwerk Space2Health: Raumfahrtdaten für Standortentscheidungen

E
EnviroTrustRedaktion Energie

Historischer Bezug: INNOspace seit 2015, Netzwerke seit 2018 · Quellen abgerufen am 21. Oktober 2026

Themendatum:

Veröffentlicht:

EnviroTrust ist im Mitgliederverzeichnis von Space2Health gelistet, einem INNOspace-Netzwerk der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Was hinter der Initiative steht und was wir einbringen.

EnviroTrust ist im Mitgliederverzeichnis von Space2Health gelistet. Space2Health ist eines von drei Technologie- und Kooperationsnetzwerken der Initiative INNOspace, die die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR betreibt. In diesem Beitrag erklären wir, was hinter INNOspace steht, wie die Netzwerke arbeiten und warum ein Unternehmen für Wetter-, Klima- und Energiedaten in einem Netzwerk für Raumfahrt und Gesundheit gut aufgehoben ist.

Unser Profil auf space2health.de fasst in wenigen Sätzen zusammen, was wir tun: Wir machen Erdbeobachtungs-, Wetter- und Klimadaten für konkrete Standortentscheidungen nutzbar. Die folgenden Angaben zu INNOspace und Space2Health stammen von den Seiten der Deutschen Raumfahrtagentur und des Netzwerks. Wir haben sie am 21. Oktober 2026 abgerufen.

Was INNOspace ist

INNOspace ist eine Initiative der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Laut der DLR-Seite „Innovation und Neue Märkte“ fördert sie Innovationen und die Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in der Raumfahrt. Sie unterstützt außerdem den Wissens- und Technologietransfer zwischen Branchen und begleitet Raumfahrtakteure bei den Herausforderungen der New-Space-Economy und der Digitalisierung. Nach Angaben von Space2Health ist die Initiative Teil des „Raumfahrtprogramms für Innovation und internationale Kooperation“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Der Grundgedanke ist einfach. Technologien aus der Raumfahrt sollen anderen Branchen nützen, und die Raumfahrt soll umgekehrt von anderen Branchen lernen. Das DLR nennt den ersten Weg „Spin-off“ und den zweiten „Spin-in“. Als Beispiel für Raumfahrttechnik im Alltag nennt die Raumfahrtagentur die Satellitennavigation im Smartphone. Gleichzeitig gewinnen die Kommerzialisierung der Raumfahrt und die sogenannte New-Space-Bewegung an Bedeutung. Gemeint sind Raumfahrtangebote, die stärker von privaten Unternehmen getragen werden.

Die Formate der Initiative

INNOspace umfasst mehrere Formate: den internationalen Innovationswettbewerb INNOspace Masters, Konferenzen und Experten-Workshops, die Wanderausstellung INNOspaceEXPO „ALL.täglich!“ sowie die Technologie- und Kooperationsnetzwerke.

Der Wettbewerb INNOspace Masters richtet sich an Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Einzelpersonen. Laut DLR sind Airbus, OHB, Mercedes, die deutschen ESA Business Incubation Centres und ESA Business Applications Partner des Wettbewerbs. Jeder Partner richtet eine eigene Challenge aus. In acht Wettbewerbsrunden seit 2015 wurden nach Angaben der Raumfahrtagentur mehr als 890 Projektideen von etwa 2.000 Teilnehmenden aus 44 Ländern eingereicht.

Die Ausstellung „ALL.täglich!“ zeigt seit August 2015, wie Forschung für und im Weltraum den Alltag auf der Erde prägt. Sie stellt rund 40 Technologien, Anwendungen und Initiativen in fünf Lebensbereichen vor, darunter „Gesundheit & Ernährung“ sowie „Mobilität & Kommunikation“. Die Ausstellung reist in eigenen Transportkisten und war nach DLR-Angaben bisher an 25 Orten zu sehen.

Förderung über „Raumfahrt bewegt!“

Neben Vernetzung gibt es auch Fördergeld. Laut DLR fördert die Deutsche Raumfahrtagentur seit 2014 Innovations- und Transfervorhaben aus dem Raumfahrtprogramm für Innovation und internationale Kooperation. Das Programm richtet sich an Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Gefördert werden Ideen mit hohem Innovationsgrad und Transferpotenzial in die Raumfahrt hinein und aus ihr heraus. Zu den Themenschwerpunkten zählen Materialforschung, KI und Software, Satellitentechnik, Sensorik, Landwirtschaft, Mobilität und Gesundheit. Projektskizzen können über die jährliche DLR Challenge des Wettbewerbs INNOspace Masters oder über Bekanntmachungen im Bundesanzeiger eingereicht werden. Für Start-ups ist das ein wichtiger Hinweis: Netzwerk, Wettbewerb und Förderung greifen ineinander, sind aber getrennte Wege mit eigenen Regeln.

Drei Netzwerke für den Austausch mit anderen Branchen

Seit 2018 sind die branchenübergreifenden INNOspace-Netzwerke ein fester Baustein der Initiative. Sie richten sich an Großunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie an Ministerien, Behörden und Verbände. Drei Netzwerke verbinden die Raumfahrt mit jeweils einer anderen Branche:

  • Space2Motion mit der Automobilbranche, unter anderem zu neuer Mobilität und Infrastruktur, Antrieben sowie Energie und Wasserstoff.
  • Space2Agriculture mit der Landwirtschaft, unter anderem zu Raumfahrtdiensten im Kontext von Klimawandel, Ernährungssicherheit und Biodiversität.
  • Space2Health mit dem Gesundheitswesen.

Laut DLR haben die Netzwerke jeweils zwischen 200 und 300 Mitglieder. Etwa die Hälfte kommt aus Branchen außerhalb der Raumfahrt. Ziel ist es, Synergien zu finden und gemeinsame Entwicklungen anzustoßen. Nach Angaben der Raumfahrtagentur sind daraus bereits zahlreiche Kooperationsprojekte entstanden.

Space2Health: Raumfahrt und Gesundheit

Space2Health versteht sich als Plattform, auf der beide Branchen voneinander lernen und Technologien in beide Richtungen übertragen. Das Netzwerk findet unter dem Dach von „Raumfahrt bewegt!“ statt, ebenfalls einer Initiative der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR im Auftrag des BMFTR. Mitglieder sind Start-ups, kleine, mittlere und große Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbände und Behörden. Das Netzwerk bildet damit die Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung bis zur vorwettbewerblichen Entwicklung ab und ist offen für neue Partner aus anderen Hightech-Branchen.

Inhaltlich arbeitet Space2Health in vier Themenbereichen:

  • Prävention: Technologien und Dienstleistungen, die helfen, Auslöser von Krankheiten früh zu erkennen.
  • Medizinische Versorgung: Technologien und Prozesse, zum Beispiel Sensorik, Navigationsdienste und Telemedizin.
  • Digitalisierung, KI und Datensicherheit: wachsende Datenmengen nutzen und dabei Speicherung und Übertragung schützen.
  • Testing, Validierung und Zertifizierung: Anforderungen und Regeln, die beide Branchen betreffen.

Was EnviroTrust in das Netzwerk einbringt

EnviroTrust wurde 2025 in Frankfurt am Main gegründet. Wir werden im ESA BIC Hessen gefördert und von House of Energy und hessian.AI unterstützt. Die ESA Business Incubation Centres unterstützen laut DLR über das ESA-Programm „Business Applications and Space Solutions“ raumfahrtbasierte Gründungen. Die Verbindung zur Raumfahrt ist für uns also nicht neu.

Unsere Plattform rechnet für Standorte in Europa mit stündlichen Wetterdaten der letzten 20 vollständigen Jahre. Bis 2016 stammen sie aus der Reanalyse ERA5 des europäischen Copernicus-Programms, ab 2017 aus einem feiner aufgelösten Wettermodell. Eine Reanalyse verbindet Wettermodelle mit Beobachtungen zu einem durchgehenden Datensatz. In ERA5 fließen unter anderem Satellitenbeobachtungen ein. Für den Blick nach vorn nutzen wir regionale Klimaprojektionen aus EURO-CORDEX mit einem Raster von etwa 25 Kilometern.

Erster Anwendungsbereich sind Wind- und Solarparks. Wir zeigen Betreibern den zu erwartenden Ertrag mit Unsicherheitsbändern, Verlustursachen wie Vereisung oder, in Deutschland, Netzengpässe und den Wert möglicher Maßnahmen in Euro. Die Ergebnisse sind Planungsschätzungen und kein Ertragsgutachten. Für den Start genügt ein Parkname oder eine Nummer aus dem Marktstammdatenregister.

Über unsere Climate API liefern wir standortbezogene Umwelt- und Klimadaten für Europa, unter anderem zu Hitze, Sturm, Hochwasser, Waldbrand und Umgebungslärm. Hier liegt die Brücke zur Gesundheit: Mit denselben Daten lassen sich auch Kliniken und Pflegeeinrichtungen auf Hitzebelastung und Extremwetter prüfen.

Warum Energie- und Gesundheitsstandorte ähnliche Fragen haben

Ein Solarpark und ein Krankenhaus haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Für beide gilt aber: Der Standort ist fest, und das Wetter am Standort beeinflusst, wie gut sie ihre Aufgabe erfüllen. Die Europäische Umweltagentur hat in ihrer ersten europäischen Klimarisikobewertung von 2024 insgesamt 36 Klimarisiken identifiziert. Sie bedrohen nach Einschätzung der Agentur unter anderem die Energie- und Ernährungssicherheit, Infrastruktur, Finanzstabilität und die Gesundheit der Menschen.

Hitze ist ein gutes Beispiel. Bei Solarmodulen sinkt die Leistung mit steigender Modultemperatur. Unsere Modellkette berücksichtigt das als temperaturbedingte Leistungsminderung. Bei Batteriespeichern und Transformatoren gehört Hitze ebenfalls zu den Risiken im Risiko- und Maßnahmenregister. In einer Pflegeeinrichtung geht es nicht um Kilowattstunden, sondern um die Belastung von Bewohnerinnen, Bewohnern und Personal. Die Datengrundlage ist trotzdem ähnlich: Wie oft treten heiße Tage am Standort auf, und wie verschiebt sich diese Häufigkeit in den Klimaszenarien?

Ähnlich verhält es sich mit Hochwasser und Extremwetter. Ein Umspannwerk und eine Klinik sind beide auf Zugang, Strom und einen sicheren Betrieb angewiesen. Wer früh weiß, welche Gefahren am Standort relevant sind, kann Maßnahmen planen, bevor ein Ereignis eintritt. Diese Frage beantworten Erdbeobachtungs-, Wetter- und Klimadaten, wenn sie für den einzelnen Standort aufbereitet sind.

Was die Listung bedeutet und was nicht

Die Listung im Mitgliederverzeichnis ist ein Eintrag in einem Netzwerk. Sie ist keine Förderzusage, keine Zertifizierung und keine Bewertung unserer Modelle durch die Deutsche Raumfahrtagentur. Sie bedeutet, dass wir Teil eines Kreises sind, in dem Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Raumfahrt und Gesundheit Ideen austauschen, Entwicklungsvorhaben anbahnen und neue Anwendungen erschließen können.

Für unsere Kundinnen und Kunden aus der Energiewirtschaft ändert sich an der Methodik nichts. Die Plattform rechnet weiter mit denselben Wetter- und Klimadaten, und die Grenzen bleiben dieselben: Unsere Ergebnisse sind eine erste Einschätzung. Sie sind kein Ertragsgutachten, keine Netzbetreiberdaten und keine Finanz- oder Anlageberatung.

Wie es weitergeht

Im Netzwerk möchten wir vor allem zwei Dinge tun. Erstens wollen wir mit Einrichtungen und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen besprechen, welche Standortfragen sie zu Hitze und Extremwetter haben und welche Daten sie dafür wirklich brauchen. Zweitens wollen wir von anderen Mitgliedern lernen, etwa beim Umgang mit großen Datenmengen und bei der Validierung von Modellen. Beides sind Themen, die Space2Health ausdrücklich behandelt.

Sind Sie Mitglied bei Space2Health oder betreuen Sie Standorte im Gesundheitswesen? Dann sprechen Sie uns gern an, wenn Sie eine Frage zu Hitze, Hochwasser oder Extremwetter an Ihrem Standort haben. Unser Schwerpunkt bleiben Wind- und Solarparks. Wenn Sie einen Park betreiben, zeigen wir Ihnen im Gespräch, was Wetter und Klima für Ihren Standort bedeuten.

Quellen und historische Einordnung

Alle Angaben zu INNOspace, den Netzwerken und Space2Health geben den Stand der Quellen am 21. Oktober 2026 wieder. Zahlen zum Wettbewerb INNOspace Masters, zur Ausstellung und zu den Netzwerken stammen von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, nicht aus eigener Erhebung.

Besprechen Sie Ihre Anlage mit uns

30 Minuten, online. Sie nennen uns einen Park, eine MaStR-Nummer oder senden eine Anlagenliste. Wir zeigen Ihnen Ihre eigene Anlage mit Ertrag, Klimaverschiebung und Risiken. Danach entscheiden Sie, ob ein Pilot sinnvoll ist.

Gespräch vereinbaren · So funktioniert die Plattform

Themen: INNOspace · Space2Health · Raumfahrt · Erdbeobachtung · Klimadaten

Let’s talk about your site

30 minutes, online. When booking, name a park, a MaStR registry number or a substation, or send an asset list in advance. In the call, we show you with numbers which options exist there. Afterwards you decide whether a pilot makes sense.